Großvenediger (3662m)

Großvenediger (3662m)

30.03.2008 5 Von flosse


2.30 Uhr mitten in der Nacht: Der Wecker klingelt erbarmungslos und muss erst mal überlegen, was jetzt überhaupt los ist. Langsam ordne ich meine Gedanken: Ich habe mich mit Christian und dem AVS Sand i. T. verabredet eine Skitour auf den Großvenediger zu machen. Die Gruppe mit 24 Leuten ist bereits gestern auf die Johannishütte und hat dort übernachtet, da ich gestern keine Zeit hatte, habe ich beschlossen am Morgen nachzukommen und zum Frühstück auf der Hütte zu sein. Ich bin also mit dem Auto in Höchstgeschwinigkeit (eine osttiroler Katze musste leider dran glauben 😥 ) über Lienz und Matrei i. O. nach Hinterbichl und war um 5.30 Uhr am Parkplatz beim Wetterkreuz.

Route: Vom Parkplatz (1415m) durch das Dorfertal anfangs durch den Wald, später dann auf der orografisch rechten Bachseite über einige Lawinenkegel hinauf zur Johannishütte (2121m). Dort habe ich dann nochmal kurz gefrühstückt und bin mit der großen Truppe vom AVS weiter zum Defreggerhaus (2962m). Hier machten wir eine längere Rast und genossen den Ausblick bei wunderschönem Wetter. Anschließend ging es noch ca. 150hm aufwärts, bevor wir beim Mullwitz Aderl auf den Gletscher wechseln und zunächst flach Richtung N gehen. Weiter geht es über einen langen, etwas steilen Hang auf das Rainertörl und über den Gipfelaufbau zum Beginn des kurzen Schneegrates. Hier machen wir unser Skidepot und kurz darauf ist über den unschwierigen Grat der Gipfel erreicht. Am Gipfel habe ich dann Alfred und Franz vom Gadertal getroffen, welche sich bereit erklärt hatten mein Auto nach Matrei i. O. zu stellen, da wir zum Matreier Tauernhaus abfahren wollten, Danke nochmal und danke Othmar für den Tipp! Nach einer windigen und kalten Rast und etlichen Gipfelfotos (bei 25 Leuten braucht das seine Zeit) fahren wir bis zum Rainertörl ab. Anstatt wieder hinunter Richtung Johannishütte fahren wir auf der Ostseite durch eine beindruckende Gletscherlandschaft hinab zur neuen Pragerhütte (2796m). Immer weiter über tolle Firnhänge und zuletzt durch ein steiles Waldstück ging es hinunter nach Innergschlöss und und mit endlosem Geschiebe hinaus zum Venedigerhaus. Von hier wieder abwärts über die Forsstraße und nach einer weiteren Schiebestrecke zum Matreier Tauernhaus (1512m). Hier wartete schon der Busfahrer und ein großes kühles Bier auf uns:idea: – Aufstieg: 2247hm, 6h 30′; Abfahrt: 2150hm, 3h.

Verhältnisse: Gute Verhältnisse auf der ganzen Tour, oberhalb von 3000m Pulverschicht auf Firn darunter schwerer Firn aber gut zu fahren. Der Zustieg  über die Lawinenkegel zur Johannishütte war in der Früh pickelhart (Harscheisen!). Die Abfahrt zum Matreier Tauernhaus ist entlang der gut sichtbaren alten Spuren problemlos zu bewältigen, man kann mit den Skiern bis fast vor das Gasthaus fahren.:mrgreen:

Mit dabei: Sabbi, Martina, Tourenleiter: Christian, Erwin, Othmar, insgesamt 25 Leute vom AVS Sand i. T. und AVS Ritten.