Großglockner (3798m) – Der höchste Gipfel Österreichs

Großglockner (3798m) – Der höchste Gipfel Österreichs

16.07.2010 4 Von Sabbi


Ein „vorgeschobenes“ Wochenende nutzen wir um den höchsten Gipfel Österreichs, den Großglockner zu besteigen.

Wir starteten bereits früh, da wir ja auch mit dem Auto eine Anreise von ca. 2,5 Stunden hatten. Wir hatten bereits auf der Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe reserviert und das war unser erstes Ziel. Wir parkten beim Lucknerhaus (1918m) am Ende der Kalser Glocknerstraße. Der Weg führte hinauf zur Lucknerhütte (2241m), wo wir uns schon mal eine kleine Pause gönnten;-) Bald darauf bogen wir bei einer Wegkreuzung rechts ab und folgten dem Steig 712A „Mürztalersteig“ welcher nach einer kurzen Schneepassage in einen sehr gut abgesicherten Klettersteig übergeht. Nun war es auch nicht mehr so heiß wie in der Früh, da ein paar Wolkenfelder aufgezogen sind. Nach ca. 4,5h erreichten wir die Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe (3451m). Die höchste Hütte auf der ich bisher nächtigte und auch die höchste Hütte Österreichs. Wir waren recht früh auf der Hütte und hatten einen gemütlichen Nachmittag. Nach dem Abendessen gingen wir früh schlafen.

Da wir sehr schlecht schliefen, beschlossen wir am nächsten Tag schon vor dem Frühstück loszugehen um während des Sonnenaufgangs auf dem Gipfel des Großglockners zu gehen (wie romantisch;-)). Das hatte auch den Vorteil, dass wir ein bischen Vorsprung zu den anderen Gruppen hatten und nicht in den berüchtigten Großglockner-Stau kamen. Wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee, aber wir störten uns nicht gegenseitig. Über „Bahnhof“, „Glocknerleitl“ und „Kleinglockner“ ging es nach oben. Nach ca. 2h standen wir um 7.00Uhr allein auf dem Gipfel des Großglockners und genossen das schöne Panorama des anbrechenden Tages.

Eine kurze Rast und wir machten den Platz frei für die nachkommenden Seilschaften und stiegen ab. Am Kleinglockner bekamen wir dann einen kleinen Vorgeschmack was an diesem Berg an stark frequentierten Tagen los ist. Die „Nach-Frühstück“-Seilschaften kamen uns jetzt entgegen und am schmalen Grat bildete sich ein Durcheinander von Seilen und Sicherungspunkten, irgendwie konnten wir jedoch den Knoten lösen und gelangten glücklich und zufrieden zurück zur Erzherzog-Johann-Hütte wo es dann das wohlverdiente Frühstück gab.

Den weiteren Abstieg machten wir über das Ködnizkees und die Stüdelhütte bis wir in der Nachmittagshitze beim Auto ankamen.

Das war eine wunderbare Bergtour, bei einem traumhaften Wetter und einem so tollen Gipfel.

Mit dabei: Flosse