Kiesbuchten unter senkrechten Felswänden im Norden, weiße Kalkplatten in Sirmione, Olivenhaine am Westufer: Hier findest du die Strände, die sich wirklich lohnen, dazu Wanderungen, Aktivitäten und eine entspannte Anreise über Südtirol mit Zwischenstopp bei den Rittner Erdpyramiden.
Karte: Strände, Sehenswürdigkeiten und Touren
Tippe auf einen Ort in der Liste oder auf der Karte, um Details und weiterführende Links zu sehen. Mit den Filtern blendest du Kategorien ein und aus – „Anreise“ zeigt die Stopps auf dem Weg über den Brenner.
Die Markierungen zeigen die ungefähre Lage. Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Die schönsten Strände am Gardasee
Der Gardasee ist ein Kiesstrand-See: Echte Sandstrände sind selten, dafür ist das Wasser vor allem im Norden erstaunlich klar. Badeschuhe gehören ins Gepäck. Im Norden prägen Berge und Wind das Bild, im Süden wird der See breit, flach und familienfreundlich.
Nordufer – Riva del Garda und Torbole
Spiaggia Sabbioni
Riva del GardaDer große Stadtstrand von Riva: Kies, Liegewiese und schattiger Park, nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt, mit Blick auf die Felswände über dem See. Der Eintritt ist frei. Alle Details, Tipps und Eindrücke findest du im Beitrag Spiaggia Sabbioni Riva del Garda auf bergportal.com.
Spiaggia dei Pini
Riva del GardaDie ruhigere Fortsetzung der Sabbioni Richtung Torbole, unter Pinien. Ideal, wenn du mit dem Rad über den Uferweg kommst und zwischendurch baden willst. Wer danach noch Energie hat: Der Monte Brione beginnt gleich dahinter.
Lido Blu und Strand von Torbole
Nago-TorboleDas Revier der Surfer und Segler. Vormittags weht der Pelèr aus Norden, nachmittags die Ora aus Süden – perfekt zum Zuschauen oder für einen Schnupperkurs. Den Tag kannst du mit einer Runde auf den Wanderwegen über Torbole verbinden.
Ostufer – Malcesine bis Garda
Val di Sogno
MalcesineEine kleine Bucht mit Olivenbäumen, vorgelagerten Inselchen und Blick auf den Monte Baldo. Zum Einkehren nach dem Baden eignet sich die Altstadt von Malcesine mit ihrer Scaligerburg; mit der Seilbahn geht es auf über 1.700 Meter.
Baia delle Sirene
Punta San Vigilio, GardaDie „Bucht der Sirenen“ liegt in einem Olivenhain an der Landzunge von San Vigilio – einer der stimmungsvollsten Orte am See. In der Hauptsaison wird Eintritt verlangt, dafür ist es gepflegt und selten überfüllt.
Südufer – Sirmione und Peschiera
Jamaica Beach
SirmioneFlache, weiße Kalkplatten ziehen sich an der Spitze der Halbinsel ins türkisfarbene Wasser, direkt unter den Grotten des Catull. Die Platten sind nass sehr rutschig – mit Badeschuhen bist du sicher unterwegs. Früh kommen lohnt sich.
Lido delle Bionde
SirmioneDer gut ausgestattete Strand der Altstadt mit Steg, Liegen und Bar – die bequeme Alternative zum Jamaica Beach, nur wenige Minuten von der Scaligerburg entfernt.
Lido Cappuccini
Peschiera del GardaKies und Rasen, Spielplatz, Bar und Tretboote: ein unkomplizierter Familienstrand, gut per Rad über den Uferweg zu erreichen. Das Wasser wird hier flach, was Kinder freut.
Westufer – Manerba bis Campione
Spiaggia di Pisenze und Isola San Biagio
Manerba del GardaBei niedrigem Wasserstand kannst du durch das Wasser zur kleinen Insel San Biagio waten. Oberhalb liegt die Rocca di Manerba mit einem der besten Blicke über den Südteil des Sees.
Campione del Garda
TremosineEin flaches Schwemmland unter hohen Felswänden, beliebt bei Surfern und Kitern. Von hier ist es nicht weit zur spektakulären Strada della Forra und zur Terrazza del Brivido in Pieve.
Welcher Strand passt zu dir?
Mit Kindern bist du im Süden am besten aufgehoben. In Peschiera, Lazise und rund um Sirmione fällt das Ufer flach ab, das Wasser erwärmt sich früher im Jahr, und Spielplätze, Tretboote und Strandbars liegen meist direkt nebeneinander. Der Lido Cappuccini ist dafür ein gutes Beispiel.
Wer klares Wasser und Bergkulisse sucht, fährt in den Norden. Rund um Riva und Torbole ragen die Felswände direkt aus dem See, das Wasser ist kühler, dafür oft glasklar. Hier verbindest du einen Badetag leicht mit einer Wanderung oder einer Radtour auf dem Uferweg.
Für Wassersport führt kein Weg an Torbole und Campione vorbei. Die Winde sind so verlässlich, dass Surf- und Segelschulen hier fast täglich Kurse anbieten. Ruhesuchende finden am Ost- und Westufer kleinere Buchten wie Val di Sogno oder Pisenze, die außerhalb der Ferienwochen angenehm leer sind.
Sehenswürdigkeiten rund um den See
Burgen und Altstädte
Die Scaligerburg von Sirmione steht mit Wassergraben mitten im See, die Grotten des Catull sind die größte römische Villa Norditaliens. Malcesine hat seine eigene Scaligerburg hoch über dem Hafen, Riva die Rocca und den Torre Apponale, und über Arco thront eine Burgruine inmitten von Olivenhainen.
Natur und Ausblicke
Der Varone-Wasserfall bei Tenno stürzt durch eine enge Klamm, in Limone zeigt die Limonaia del Castèl, wie hier früher Zitronen gezogen wurden. Wer schwindelfrei ist, blickt von der Terrazza del Brivido in Pieve di Tremosine senkrecht auf den See. Am Westufer lohnt der Vittoriale degli Italiani in Gardone Riviera.
Die beste Reisezeit
Die Badesaison reicht von Juni bis September. Im Juli und August ist das Wasser am wärmsten, dafür sind die Strände voll und die Parkplätze früh belegt. Wer entspannt baden möchte, wählt Juni oder die erste Septemberhälfte.
Frühling und Herbst gehören den Wanderern und Bikern. Im April und Mai blühen die Hänge des Monte Baldo, im Oktober leuchten die Weinberge am Ostufer, und die Temperaturen sind ideal für lange Touren. Viele Hütten und Seilbahnen haben dann noch oder schon geöffnet.
Im Winter wird es ruhig am See. Einige Hotels schließen, dafür sind die Altstädte fast menschenleer und die Aussichtswege im Norden oft schneefrei – eine gute Zeit für Spaziergänge und Kultur.
Wanderungen und Aktivitäten
Die Berge rund um den Gardasee sind vom Frühjahr bis in den Spätherbst begehbar, wenn in den Alpen längst Schnee liegt. Weitere Touren, Klettersteige und Bike-Runden in der Region findest du in der Rubrik Italien auf bergportal.com.
Monte Altissimo di Nago (2.079 m)
Von San Giacomo oberhalb von Brentonico über den Monte Campo auf den nördlichsten Gipfel des Baldo-Kamms – mit freiem Blick über den ganzen See. Wegbeschreibung: Monte Altissimo (2079 m) auf bergportal.com.
Sentiero del Ponale
Die alte, in den Fels gesprengte Straße führt von Riva hoch über dem Wasser Richtung Ledrotal und Pregasina. Ein Klassiker zu Fuß wie mit dem Mountainbike.
Monte Brione
Der kleine Rücken zwischen Riva und Torbole bietet alte Festungsanlagen und einen Rundumblick auf das Nordufer – ideal für einen Nachmittag nach dem Strand.
Busatte–Tempesta
Der berühmte Treppenweg mit Metallstufen an der Felswand über dem Ostufer. Die Treppen sind gesichert, trotzdem solltest du trittsicher sein.
Klettersteig Che Guevara am Monte Casale
Ein sonniger, nicht allzu schwieriger, aber sehr langer Steig ab Pietramurata. Erfahrungsbericht mit Einkehr im Rifugio Don Zio: Klettersteig Che Guevara auf bergportal.com. Weitere Steige in der Übersicht Klettersteige.
Rocca di Manerba
Ein kurzer Aufstieg zum Gipfelkreuz über dem Südwestufer, mit Blick auf die Isola San Biagio und die Isola del Garda. Gut kombinierbar mit einem Badetag in Pisenze.
Aktiv am und auf dem Wasser
- Windsurfen und Kiten: Torbole und Campione sind Europas Klassiker, dank verlässlicher Thermik.
- Kajak und SUP: Von Riva entlang der Felswände zum Ponale-Wasserfall paddeln.
- Klettern: Arco gilt als Sportkletter-Mekka. Anregungen in der Rubrik Alpinklettern.
- Trailrunning: Die Wege am Baldo und im Hinterland von Riva sind ideale Laufstrecken – mehr unter Trailrunning auf bergportal.com.
- Gipfel sammeln: Mit der Bergportal-Gipfelbuch-App trägst du dich digital ins Gipfelbuch ein; Infos zur App gibt es im Beitrag Bergportal Gipfelbuch App.
Anreise über den Brenner – mit Stopp bei den Erdpyramiden
Wer aus Deutschland oder Österreich kommt, fährt meist über den Brenner und die Brennerautobahn A22 Richtung Süden. Statt die Strecke in einem Zug zu fahren, lohnt eine Pause auf dem Ritten über Bozen: Dort stehen die Rittner Erdpyramiden, die als höchste und formschönste Erdsäulen Europas gelten.
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Über den Brenner nach Bozen
Von Innsbruck über den Brennerpass und durch das Eisacktal bis Bozen. Wer die Anreise mit einem Bergtag verbinden will, findet Touren in den Dolomiten und den Sarntaler Alpen direkt an der Strecke.
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Abstecher auf den Ritten
Mit der Rittner Seilbahn geht es ab Bozen nahe dem Bahnhof in rund 12 Minuten nach Oberbozen, weiter mit der historischen Rittner Bahn nach Klobenstein. Der kürzeste Weg führt in Lengmoos in etwa 20 Minuten zur Aussichtsplattform, flach und sogar mit Kinderwagen machbar. Alle Details: Erdpyramiden Lengmoos, Erdpyramiden Oberbozen und Erdpyramiden Unterinn. Parkplätze und Zugänge zeigt der Lageplan der Rittner Erdpyramiden.
Mehr Zeit? Die Wanderung Lengmoos – Bad Sieß – Klobenstein, die große Runde Rund um die Erdpyramiden oder im Herbst der Keschtnweg, der alle drei Standorte verbindet. Nach Regen vorher den Beitrag Wenn es regnet bei den Erdpyramiden lesen – einzelne Abschnitte können gesperrt sein.
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Übernachten auf dem Plateau
Eine Nacht am Ritten teilt die Anreise angenehm und schenkt dir den Sonnenaufgang bei den Erdpyramiden fast für dich allein. Unterkünfte findest du unter Hotels und Unterkünfte am Ritten, Einkehrtipps unter Gastronomie.
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Optional: Klettersteig im Etschtal
Kurz hinter Bozen liegt bei Mezzocorona der Klettersteig Burrone Giovanelli – eine spannende Schlucht-Tour für alle mit Ausrüstung und Erfahrung.
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Weiter an den Gardasee
Für Riva, Torbole und Arco nimmst du die Ausfahrt Rovereto Süd und fährst über den Passo San Giovanni zum Nordufer. Für Sirmione, Peschiera und das Ostufer bleibst du auf der A22 bis Affi oder Verona. Mit der Bahn geht es über den Brenner bis Rovereto und weiter mit dem Bus nach Riva, oder bis Peschiera und Desenzano direkt ans Südufer.
Praktische Tipps
- Beste Badezeit: Juni bis September. Der Norden ist durch die Berge etwas frischer, der flache Süden wärmt sich schneller auf.
- Früh da sein: An beliebten Stränden wie dem Jamaica Beach sind Parkplätze im Hochsommer schnell belegt.
- Wind lesen: Vormittags Pelèr aus Norden, nachmittags Ora aus Süden – wer ruhig paddeln will, startet früh.
- Badeschuhe: Fast alle Strände sind Kies oder Fels.
- Unterwegs Gipfel dokumentieren: Die Rittner Erdpyramiden kannst du im digitalen Gipfelbuch auf bergportal.com kommentieren.
Häufige Fragen zu den Stränden am Gardasee
Gibt es Sandstrände am Gardasee?
Nur wenige. Die meisten Strände bestehen aus Kies, oft kombiniert mit Liegewiesen. Sandige Abschnitte findest du vor allem am Süd- und Ostufer, etwa bei Lazise, wobei der Sand dort häufig aufgeschüttet wurde.
Kostet der Strandbesuch Eintritt?
Die meisten öffentlichen Strände sind frei zugänglich, zum Beispiel die Spiaggia Sabbioni in Riva oder der Jamaica Beach in Sirmione. Einzelne Strandbäder wie die Baia delle Sirene verlangen in der Hauptsaison Eintritt. Liegen und Schirme kosten fast überall extra.
Welcher Strand ist der schönste?
Das hängt davon ab, was du suchst. Der Jamaica Beach ist das bekannteste Fotomotiv, die Baia delle Sirene der stimmungsvollste Ort, und die Spiaggia Sabbioni bietet die beste Mischung aus Ausstattung, Bergblick und Nähe zur Altstadt.
Wie warm wird das Wasser?
Im Hochsommer erreicht der See im flachen Süden angenehme Badetemperaturen, im Norden bleibt er durch die Tiefe und die Berge etwas frischer. Im Juni und September ist das Wasser spürbar kühler als im August.
Lohnt sich ein Zwischenstopp bei der Anreise?
Ja. Wer über den Brenner fährt, erreicht die Rittner Erdpyramiden mit kurzem Umweg über Bozen. Schon ein Spaziergang von 20 Minuten in Lengmoos reicht für den berühmten Blick. Tourenideen für unterwegs findest du auf bergportal.com.
Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Wegsperren und Fahrpläne können sich ändern – bitte vor dem Besuch prüfen. Mehr Touren in Südtirol und Italien auf bergportal.com, alles zu den Erdpyramiden am Ritten auf erdpyramiden.it.