Ama Dablam – Südwestgrat (6851mt)

Ama Dablam – Südwestgrat (6851mt)

19.10.2014 0 Von Tom
Gipfel erreicht?: Ja
Höchster Punkt: 6851m 
Schwierigkeitsgrad: ••••--
Landschaft: •••••-
Anstrengung: •••••-
Gelände Steilheit: •••••-
Mit dabei: R.T.


Unsere Reise begann am 25.09 in Frankfurt mit dem Flug nach Kathmandu. Von dort flogen wir weiter nach Lukla. Die Landung und der Flughafen dort waren wie erwartet spektakulär. Nun erwarteten uns 4 Tage Zustieg bis zum Basislager welches auf 4600mt liegt. Wir gingen durchs Solo Khumbu bis nach Namche Bazar – hier liegt auf etwa 3500mt das letzte große Dorf, wo wir auch einen Akklimatisationstag einlegten. Danach gings weiter nach Thengboche wo wir das letzte Mal in einem Bett in einer Lodge schliefen. Am Folgetag nun dann endlich das Basecamp. Auch hier legten wir wieder einen Ruhetag ein und genossen den Blick auf unser Ziel. Das Wetter war die ersten Tage bis Mittags immer sehr schön, bevor dann nachmittags Wolken den Himmel verhüllten. Da wir sehr früh unterwegs waren, war außer uns die ersten Tage niemand anders im Basecamp, und so konnten wir uns in den Hochlagern auch den besten Zeltplatz sichern. Das erste Lager richteten wir auf 5800mt ein, hier verbrachten wir auch sofort eine Nacht zum Akklimatisieren. Gleich am nächsten Tag trieb uns die Neugier weiter bis nach Lager 2 welches nur 200hm höher auf 6000mt liegt. Um dieses zu erreichen klettert man über Platten und einen wunderschönen Gratanstieg hoch bis unter einem Turm. Hier kämpft man sich über Fixseile eine etwa 20mt hohe Platte senkrecht hoch und steht dann nach wenigen Metern im Lager 2 welches auf engstem Raum in einer sehr exponierten Lage liegt. Wir bauten das Zelt auf und stiegen dann wieder ab ins Basecamp. In den nächsten Tagen wollten wir rasten um für den Gipfeltag fit zu sein… jedoch überraschte uns das Wetter und ein Schneesturm zog über Nacht über uns her und bescherte uns eine Ladung Neuschnee. Der Gipfel rückte wieder in weite Ferne und wir mussten abwarten dass sich die Schneedecke wieder verfestigt. Die Tage vergingen und bald war klar dass wir nur noch eine letzte Chance hatten um den Gipfel zu erreichen…. Wir stiegen also ein letztes Mal hoch ins Lager 2 und übernachteten dort um am Folgetag unseren ersten und auch letzten Gipfelversuch zu starten. Wir gingen um 5.00Uhr früh los und kletterten über 70Grad steiles Kombigelände zwischen und über Seracs Richtung Lager 3 (6300mt). Ab Lager 3, welches wir nicht nutzten, führt noch eine etwa 500mt hohe Gipfelwand zum höchsten Punkt. Dieser Anstieg führt über ca. 50 Grad steilen Firn – und Eis durchsetzt mit einigen kürzeren Steilaufschwüngen hindurch zwischen Fels und Seracs. Die Gipfelflanke war wegen des Neuschnees ziemlich pulvrig und der Aufstieg daher etwas mühsam. Etwa um die Mittagszeit des 19. Oktober standen wir bei schönstem Wetter und etwas Wind, als erste der Saison auf dem höchsten Punkt – mit Ausblick auf Everest , Lhotse, Makalu und Cho Oyu. Der Abstieg erfolgte über die Aufstiegsroute mit Abbau der Hochlager. Danach wartete der Abbau des Basecamp und der Abstieg nach Lukla mit einer Übernachtung in Namche Bazar. In Kathmandu verbrachten wir noch einen Tag bevor wir unsere Rückreise nach Frankfurt antreten mussten. Mission Complete!!