Lago Smeraldo – Anreise, Parken, Wandern, Unterkünfte


Lago Smeraldo – Ausflugsguide

Lago Smeraldo – der Smaragdsee im Val di Non

Ausflugsguide: Anreise, Parken, Zugang zu Fuß oder mit dem Rad, Insider-Tipps und Ziele in der Nähe

Der Lago Smeraldo (dt. „Smaragdsee“) liegt oberhalb des Dorfes Fondo im Nonstal (Val di Non), im Trentino, auf rund 1.000 m Höhe. Der kleine Stausee wurde erst in den 1960er-Jahren durch die Aufstauung des Rio Sass geschaffen, wirkt aber dank der umliegenden Wälder und Felswände wie ein natürlicher Bergsee. Sein Name verdankt er dem intensiv smaragdgrünen Schimmer des Wassers, der besonders an sonnigen Sommertagen auffällt.

Höheca. 1.000 – 1.001 m
Flächeca. 10.000 m²
LageFondo, Val di Non (Trentino)
Rundweg-Längeca. 1 km / 15–20 Min.

🚗 Anreise

Fondo liegt im nördlichen Teil des Nonstals, etwa auf halbem Weg zwischen Trient und Bozen. Damit ist der See sowohl aus dem Trentino als auch aus Südtirol gut zu erreichen:

  • Von Süden (Trient / Cles): über die SS43 durch das Nonstal bis Fondo.
  • Von Norden (Bozen, Kaltern, Meran): über den Mendelpass (Passo della Mendola, SS42) direkt hinunter nach Fondo – eine reizvolle Passstrecke, die bei Ausflüglern aus Südtirol beliebt ist. Weitere Tourenideen für die Region rund um den Nonsberg findet ihr im Bergportal-Archiv zur Nonsberg-Gruppe.
  • Mit Bahn und Bus: Die Trentino-Trasporti-Bahnlinie Trento–Malè–Mezzana führt durchs Nonstal bis zur Station Dermulo; von dort geht es mit dem Linienbus weiter nach Fondo. Aus Richtung Meran verkehrt zudem die Buslinie 246 nach Borgo d’Anaunia (Gemeinde, zu der Fondo gehört).

🅿️ Parken

Am einfachsten parkt man am zentralen Platz von Fondo, der Piazza San Giovanni (mit der bekannten Wasseruhr / Glockenspiel), wo ein großzügiger Parkplatz zur Verfügung steht. Von hier aus erreicht man den See in gut 10 Minuten zu Fuß über den Schluchtenweg.

  • Wer nicht laufen möchte, kann auch direkt am See parken – dort gibt es einen kleineren Parkplatz.
  • An sonnigen Sommer-Wochenenden füllen sich beide Parkplätze schnell – frühzeitige Anreise lohnt sich.

🚶‍♂️🚴 Zugang zu Fuß oder mit dem Rad

Der schönste Weg zum See führt nicht mit dem Auto, sondern über die „Passeggiata al Burrone“ (Schluchtenweg), die das Ortszentrum von Fondo mit dem Lago Smeraldo verbindet:

  • Der Weg ist rund 1 km lang und in etwa 20–30 Minuten zu bewältigen, mit nur minimalem Höhenunterschied.
  • Er folgt dem Rio Sass durch eine enge, in Fels geschlagene Schlucht, vorbei an einer rekonstruierten alten Mühle, einem historischen Waschhaus und einer römischen Brücke.
  • Der Weg ist mit Stegen und Treppen gut ausgebaut, teilweise sogar nachts beleuchtet, und im flacheren Teil auch mit Kinderwagen machbar. Der finale Abschnitt mit Metallstegen und Treppen entlang des Wasserfalls ist etwas anspruchsvoller.
  • Direkt am See selbst führt ein ebener Rundweg (ca. 1 km, 15–20 Min.) einmal um das gesamte Gewässer – gemütlich, flach und auch für weniger geübte Spaziergänger geeignet.
  • Das gesamte Gebiet gilt als bikefreundlich: Von Fondo und vom See starten zahlreiche Rad- und Mountainbike-Strecken unterschiedlicher Schwierigkeit. Karten und Leihräder gibt es beim Pro-Loco-Büro bzw. bei lokalen Radverleihstationen im Ort.

💡 Besondere Tipps

  • Im Sommer: Der kleine Strand am See eignet sich zum Baden und Abkühlen; an den Ufern gibt es Picknicktische und zwei Gastronomiebetriebe direkt am Wasser.
  • Im Winter: Bei ausreichend tiefen Temperaturen friert der See zu und verwandelt sich in eine natürliche Freiluft-Eisbahn. Alternativ steht das beheizte Palaghiaccio (Eishalle) nur wenige Meter entfernt ganzjährig zur Verfügung.
  • Angeln: Der See ist bei Anglern beliebt (u. a. Regenbogenforellen) und von den Stegen aus fast überall zugänglich.
  • Fotospots: Das schönste Licht und die intensivste Smaragdfärbung des Wassers gibt es an sonnigen Vormittagen im Sommer.
  • Botanischer Garten: Vom Parkplatz am See führt eine Treppe in rund 10 Minuten hinauf zum kleinen Orto Botanico di Fondo mit Blick auf den See.

🧭 Ziele in der Nähe

  • Fondo selbst: historisches Dorfzentrum mit der bekannten Wasseruhr an der Piazza San Giovanni, umgeben von den Apfelwiesen des Nonstals.
  • Orto Botanico di Fondo: kleiner botanischer Garten oberhalb des Sees.
  • Falesia Marino Stenico: Kletterfelsen in Fußnähe des Sees, gut für Sportklettern geeignet.
  • Sentiero dell’Erica („Heidekraut-Weg“): führt oberhalb des Sees zu einem schönen Panoramapunkt über das Nonstal.
  • Doss di Sedruna: Aussichtspunkt, der ebenfalls in rund einer halben Stunde vom See aus erreichbar ist.
  • Weitere Schluchten und Canyons des Nonstals („Valle dei Canyon“), etwa entlang des Rio Novella, für alle, die nach dem Besuch am See noch mehr Naturschauspiele erleben möchten.
  • Mendelpass / Gampenjoch: beliebtes Wander- und Tourengebiet auf der Passhöhe Richtung Südtirol – Tourenberichte und Vorschläge dazu findet ihr laufend im Bergportal, u. a. im Archiv der Nonsberg-Gruppe.




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